Test: FC St. Pauli III 2:2 SV Wilhelmsburg

 

Spielbericht

Spät belohnte sich der FC St. Pauli III für die engagierte Leistung gegen den SV Wilhelmsburg. Letztendlich lautete es nach 90 Spielminuten 2:2 in einem intensiv geführten Testspiel. Der Bezirksligist zeigte ein ums andere Mal seine Klasse und setzte den FCSP bereits kurz nach dem Anpfiff stark unter Druck. Die Kiezkicker traten nicht in Bestbesetzung an. Vor allem einige Reservespieler und ein Testspieler füllten das Team. Diese neu formatierte Mannschaft um Stammspieler wie Kamptmann und Herrmann musste sich erst einmal finden. Doch nach und nach spielten sich die Kiezkicker ein und boten dem Sechsten der Bezirksliga Süd Paroli. Nachdem der FC im Begriff war, das Spielgeschehen an sich zu binden, mussten sie den ersten Rückschlag der Partie hinnehmen. Nach einem Abspracheproblem zwischen Torhüter Steffen und Kamptmann erzielte der in Punktspielen so treffsichere Abwehrspieler ein Eigentor.

Doch auch nach diesem unglücklichen Rückstand spielte der FC weiter gekonnt in Richtung SVW- Tor. Vor allem der heute stark spielende Ferreira war an beinahe jeder Offensivaktion beteiligt. Mehrere von ihm getretene Eckstöße wurden für den Gast gefährlich. Aus solch einer Ecke entstand die wohl größte Tormöglichkeit für den FCSP im ersten Durchgang. Annemüller war mit dem Kopf zur Stelle und drückte das Spielgerät über die Unterkante der Latte ins Tor. Doch der Referee sah das nicht so und ließ weiter spielen. Nach diesem abermaligen Rückschlag folgte der Dritte sogleich. In einem Zweikampf verletzte sich der Paulianer Herrmann erneut schwer. Schon vor einigen Wochen im Pokal musste er mit Verdacht auf Bänderriss in Wilhelmsburg ausgewechselt werden. Und nun erneut der selbe Fuss und die selben Schmerzen. An dieser Stelle alles Gute und eine recht schnelle Genesung Chris.

In der Folge der ersten Halbzeit passierte auf beiden Seiten nicht mehr all zu viel. Der neuformatierte FCSP spielte weiterhin munter mit und hielt über seine  Abwehrreihe den SVW auf Distanz.

Im Laufe der zweiten Halbzeit nahm Trainer Horst Fröhlich weitere Wechsel vor. Auch die „frischen“ Spieler  zeigten eine couragierte Leistung. Allerdings verfiel der FCSP immer mehr dazu, es dem Gegner gleich zu machen und in unnötige Zweikämpfe zu gehen. In der Folge ereigneten sich viele Ballverluste und der ansonsten ungefährlich spielende Gast kam zu einigen Kontern. Zudem nutzte der FCSP seine eigenen Tormöglichkeiten nicht konsequent aus. So vergaben beispielsweise Bues, Ferreira, Schubert und Wartenberger aus aussichtsreicher Position. Diese vergebenen Chancen sollten sich rächen. Nach einem abermaligen Ballverlust im Aufbauspiel konnte der SVW ungehindert zum 0:2 einnetzen. Nun waren noch 13 Minuten zu spielen und die Hausherren gaben sich noch immer nicht geschlagen. Der Bezirksligist zog sich zurück und lauerte auf weitere Konter. Kurz vor Ultimo machte Schubert seine erste ungenutzte Chance vergessen und erzielte den überfälligen Anschlusstreffer. Nur wenige Minuten später fiel Naos der Ball vor die Füsse. Dieser legte von der Torauslinie zurück auf den bereit stehenden Wartenberger. In gekonnter Stürmermanier drosch er den Ball zum 2:2 Endstand in das Tor des Gastes.

Fazit: Ein sehr zweikampf- und spielbetonter Test, indem es am Ende nur zu einem Remis für den FC St. Pauli reichte. Der SV Wilhemsburg konnte nie richtig Druck aufbauen, da der FC nach kurzen Startschwierigkeiten immer besser in die Partie fand und letztendlich über 90 Minuten die spielbestimmende Mannschaft gewesen ist. Die Reservespieler und der Testspieler des FC zeigten allesamt eine gute Leistung, auf die der Trainer aufbauen kann. Einziger Wehrmutstropfen an diesem Abend war sicher die Torausbeute der Braunen und die bittere Verletzung des Christopher Herrmann. Ohne ihn geht es am kommenden Sonntag zum Punktspiel zum Kreisliga 2 Neuling SV Vahdet Hamburg. Anstoß ist um 15 Uhr am Luisenweg.

 

Spielbericht: Bues


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