SC Teutonia 10 II 0:1 FC St. Pauli III

 

Aufstellung

 

Spielbericht 

„Uh, jetzt erst wieder nach der Meisterfeier aufgewacht. Mal schauen, ob ich den Spielbericht noch zusammenbekomme.“

Also der Ausgang ist wohl mittlerweile allen bekannt: Die dritte Herren des FC St. Pauli ist Meister der Kreisliga 2 und zum ersten Mal in die Bezirksliga aufgestiegen.

„Bitte den Satz ruhig ein zweites Mal lesen und bei einem Konterschluck genießen...“

Doch vor diesem Erfolg lag nicht nur eine perfekte Saisonleistung, sondern nochmals 90 Minuten Kampf im letzten Spiel. Der Gegner, die Zweitvertretung des SC Teutonia 10 musste punkten um nicht abzusteigen und der FC St. Pauli musste siegen um Meister zu werden. Zwei Welten trafen aufeinander...

Das hatte sich auch der Wettergott gedacht und lies am Mittwochabend genau zum Anstoss um 19 Uhr über der Spielstätte an der Max-Brauer-Allee eine Gewitterwand auflaufen. Zitat des jungen Herrmann: „Das hab ich noch nicht erlebt!“

Der Anpfiff fiel und die ersten Regentropfen auch. Die Gesichter der Spieler im Glanz der untergehenden Sonne waren zehn Minuten später voller Schlamm. Denn der holprige Rasenplatz zeigte schnell seine Unterseite namens Erde.

 

  Eine tiefe Gewitterfront zog pünktlich zum Anpfiff über die Max-Brauer-Allee.

 
„Diese Inszenierung hätte Steven Spielberg nicht besser hinbekommen. Geil, darauf noch ein Schluck vom Gerstensaft.“

Kommen wir jetzt mal kurz zum Spiel. Die Dritte vom FC war nervös. Verständlich, denn die Verfolger von Nikola Tesla hatten glücklicherweise schon drei Punkte mehr auf dem Konto, da ihr Gegner des letzten Spiels nicht angetreten war.

Also man merkte bei St. Pauli die Anspannung im Spiel. Die üblichen Zuckerpässe waren Fehlpässe und das Kurzpassspiel war eher Langholz. Und dann gab es noch den Gegner, der durch Neuzugänge wie „die Nummer 23“ spielstärker und robuster als im Hinspiel auftrat. Doch der FC St. Pauli kämpfte und kam zu vielen Ecken und Einwürfen nähe des 16ners.

„Ein grobe Schätzung jetzt mal von mir: Im Spiel gab es 100 zu 1 Ecken und Einwürfe für St. Pauli. Ja 100 zu 1 - ähnlich wie die Mischungen später am Tresen.“

Hervorzuheben ist ein scharf-gezogener Freistoß aus dem Halbfeld von Maximilian Walter. Der Ball flog an allen Spielern vorbei und verfehlte den langen Pfosten nur um Haaresbreite. Schade.

Ach, das Thema Schiedsrichter... reden wir nicht drüber... ist ja gefühlt immer so... die können es aber auch keinem recht machen. In diesem Sinne ein großes Danke an alle Schiedsrichter aus dieser Saison...

Zurück zum Spiel. denn statt zur Halbzeit pfiff unser Referee noch einen relativ überraschenden Elfmeter für St. Pauli. Grund: Herrmann wurde „böse“ geschubst. Die Chance für den FC St. Pauli positiv in die Kabine zu gehen. Wer tritt an und übernimmt Verantwortung? Der hyperaktive Topscorer mit fünf Treffern aus dem letzten Spiel Ohmzettel oder der routinierte Kapitän Stuber? Nein, es ist dieser Pluuuuum, der schon gegen Nikola Tesla Nerven vom Elfmeterpunkt bewiesen hatte. Platziert und fest schießt er einen guten Elfmeter in die rechte untere Ecke, doch der Torwart der Teutonen ist ein noch besserer Elfmeterkiller und lenkt den Ball mit den Fingerspitzen an den Pfosten. Halbzeitpfiff. Die Kabinenansprache von Trainer Horst Fröhlich war alles andere als fröhlich. Mit einem Blick zu Plum der sagte: „Junge, haste Geld von Tesla bekommen?“ sagt der Coach in Wirklichkeit: „Unverständlich, aber weiter geht’s!“

 

Heim-Keeper Süring entschärft kurz vor dem Halbzeitpfiff einen 11m von Plum.


„So. Darauf erstmal die Bierflasche exen, denn ich war der Schütze. Es tut mir Leid.“

2. Halbzeit. Keine Veränderung der Spieler, aber eine Veränderung der Spielweise. Die Drittvertretung des FC St. Pauli lies den Ball besser laufen, machte weiter Druck und erarbeitete sich gute Chancen.

„Der letzte Satz steht glaub ich in fast jedem zweiten Spielbericht dieser Welt.“

Aber was nur in einem einzigen Spielbericht steht - ist die Minute 58 dieses Spiels! Eine Ecke von Bode findet nach einigen Vorbeifliegern den Fuß von „ROMAN KASPER FUßBALLGOTT!“ TOOOOOOOOOOOOOR.

„Zisch - ein neues Bier ist geöffnet.“

Freude bei allen Spielern. Endlich. Die angereisten Tesla-Spieler und die zahlreichen Fans der Teutonen, die dauerhaft für Stimmung sorgten verstummten... Denn es jubelte nur die Seite vom FC St. Pauli. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an alle St. Paulianer - die da waren: Bernd, die Familien, die Frauen, die Freunde, die früheren Mitspieler, die anwesenden Fans und die Fans auf facebook. Danke für die Unterstützung.

„Auf Euch! Prost!“
 
Zurück zum Spiel. Trainer Horst Fröhlich brachte den großgewachsenen Topstürmer Arne Pätzold, der endlich die Marschroute „Hohe Bälle vorne rein“ auch hätte umsetzen können.

Aber wie ging es dann wohl weiter? Klar, St. Pauli mit einem Tor im Rücken drückt. Teutonia muss aufmachen. St. Pauli hat Platz. Die Teutonen begehen ein Foul mit Schiedsrichterbeleidigung und roter Karte als Folge. Was wiederrum heißt, St. Pauli in Überzahl kommt zu mehr Chancen.

 

Brachte mit seiner Kopfballstärke nochmal Schwung in die Partie - Arne Pätzold.


„Logisch. Das ist Fußball 1x1.“

Und einer dieser Chancen hatte Kapitän Stuber, der nach einer verunglückten Bock-Flanke das Leder flach auf’s Tor zog – aber der Torwart parierte erneut. Vom erfolgreichsten Spieler der Saison Stuber ist man das ja gewöhnt, doch kurz vor Ende des Spiels taucht frei vor Tor der erfahrene Abwehr-Oldie Gasper auf. Das zwei zu null lag in der Luft. Aber leider Enttäuschung. Der Ball streifte die Latte in „circa“ zehn Meter Höhe.

„Kurz Luft holen mit einem weiteren Schluck Bier!“

Und dann war es soweit. Abpfiff. Meister. Bezirksliga. Jubel. Laufen. Umarmen. Sekt. Duschen. Trinken. Meistershirts. Meisterfelge. Schreien. Singen. Tanzen. Stop.

Offizieller Glückwunsch von Dieter Rittmeier und Sigi Rammelt und 1000€ Siegprämie. Danke. Ausrasten. Trinken. Fotos. Welle. Fans. Danke. Kabine. Mehr Trinken. Bier. Mallorca-Hits. Singen. Tanzen. Rauchen. Trinken. Flasche kaputt. Neue Flasche. Duschen. Mit Trikot. Bier leer. Stop.

Zur Vereinskneipe Millerntor. Hallo. Trinken. Singen. Tanzen. Bernd. Raupe. Fotos. Videos. Bierdusche. Konfetti. Völlig Ausrasten. Theke kapern. Stop. Aufräumen, weiterziehen und gerade heim gekommen.

„Mit jedem Schluck wünsch ich mich zurück! Aber Schluss mit Trinken, jetzt beginnt die Vorbereitung... sagen wir erst nach der Mallorca-Abschlussfahrt. Ein dreifaches „Ole“ auf das Fußballerleben. Ole! Ole! Ole!“

Ach, das Fazit fehlt. Fazit: Bezirksliga!

 

Auswechselungen

Plum <-> Pätzold (59. Minute)
Herrmann <-> Leßmann (78. Minute)

 

Tore

0:1 Kasper (Bode | 58. Minute)

 

Man of the Match

Roman Kasper (27 von 57 Stimmen - 43,86%)

 

Bildergalerie

Fotos von Jana Martins & Alexander Ullrich

 

Spielbericht: Plum


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